Mit Schüleraustausch zurück zu den Wurzeln nach Blyth

Bürgermeisterin Kath Nisbet aus Blyth lauschte auch Anekdoten. Fotos: cb

EMPFANG Das wünscht sich OB Feith zu 50 Jahren Städtepartnerschaft.

Wie geht es weiter mit den Bürgerreisen? Diese Frage konnte gestern keiner beim Empfang zu 50 Jahren Städtepartnerschaft zwischen Solingen und Blyth beantworten. Die Stadt zieht sich von der Organisation aus Kostengründen zurück; Vereine sollen möglicherweise einspringen (ST berichtete). Was etwa Fahrten in die 32 000-Einwohner-Stadt im Nordosten Englands betrifft, laufen Gespräche. „Jürgen Gerhards hat die Möglichkeit angeregt, dass Bürger bei Konzertreisen teilnehmen könnten“, sagte Wolfgang Görke dem ST. Der langjährige Koordinator übersetzte in der Schalterhalle des Alten Bahnhofs die Grußworte.

Vereine sind Blyth eng verbunden und setzen sich für Bürgerreisen ein

Den musikalischen Rahmen gestaltete der Bergische Männerchor Solingen 1801. Unter seinem Vorsitzenden Jürgen Gerhards ist er – wie beispielsweise die Marinekameradschaft oder der TSV Aufderhöhe – der Gegend um Blyth Valley seit Jahren eng verbunden. Ende des vergangenen Jahres feierte er mit dem befreundeten „Backworth Male Voice Choir“ in Blyth dessen 60-jähriges Bestehen.

Die 50 Jahre Freundschaft zwischen der Klingen- und der englischen Hafenstadt reihe sich nun ein in eine Menge ähnlicher Jubiläen, betonte Oberbürgermeister Norberth Feith vor Gästen wie Bürgermeister Harald Birkenkamp aus Ratingen, einer weiteren Partnerstadt von Blyth. „Die Städtepartnerschaft ist aus einem friedensstiftenden Gedanken der Nachkriegszeit geboren“, erklärte Feith und hob die bisherigen Säulen derselben hervor: die Vereine und die Bürgerreisen, die seit 1997 regelmäßig stattfanden. Die Grundlage für die Freundschaft legte aber der für die Region damals zuständige Offizier Gerald Kelly. Er vermittelte Anfang der 1950er Jahre den ersten Jugendaustausch.

 

Das fehle heute, befand Norberth Feith, denn derzeit gebe es keinen organisierten Schüleraustausch zwischen den Städten. Hier könne es „back to the roots – zurück zu den Wurzeln“ heißen, regte der OB an und versprach, mit den Gästen während ihres Besuches bis zum 5. Juni und bei seinem persönlich ersten Gegenbesuch im Juli in Blyth Gespräche dazu voranzutreiben. Wichtig sei die Arbeit an der Freundschaft, die sich in Aktionen wie einer Städtpartnerschaftstour oder persönlichen Kontakten wie zur Familie Böhm in Müngsten niedergeschlagen habe.

Dass die Gäste die Brücke dort lieben, zeigte Stadt-Mitarbeiterin Doris Diefenbach mit einem Geschenk für jeden: einer Brücken-Postkarte mit spezieller, gültiger Jubiläums-Briefmarke. Feith hingegen tauschte eine Nachbildung der „Freundschaft“-Skulptur von Max Kratz aus dem Konzerthaus gegen eine Blyth-Ansicht, die die frisch gewählte Bürgermeisterin Kath Nisbet mitgebracht hatte. Sie drückte ihre Freude über die Freundschaft auf Deutsch aus, bevor die „Bergischen“ den offiziellen Teil ausklingen ließen. „dn

 

 Quelle: Solinger Tageblatt

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.