Brexit: Das denken Solinger

In der bergischen Wirtschaft gibt man sich nach dem Votum der Briten für einen EU-Ausstieg gelassen. Die Bürger sind geteilter Meinung:

Ursula Hornitzki (69): „Das Thema interessiert mich politisch nicht so sehr. Deshalb bin ich bei der Frage Brexit Ja oder Nein auch neutral.“ 

Dieter Kuhnhenn (81): „Ich befürchte, dass der Austritt der Briten negative Auswirkungen hat, auch für uns im Hinblick auf Steuern und Zölle.“

Isabell Strieter (60): „Ich habe das Thema heute früh direkt mit meiner Tochter diskutiert. Ich finde es schade, dass die Briten austreten, für sie selbst, aber auch für uns.“

Michael Wallasch (57): „Ob man in der EU verbleiben möchte, muss jeder Staat selber wissen. Ich denke aber, dass der Austritt negative Auswirkungen haben wird.“

Politiker warnen hingegen vor Folgen. In Solingens englischer Partnerstadt macht man sich Gedanken über ausbleibende Fördermittel der EU. Von einem „historischen Tag“ sprach der Solinger Landtagsabgeordnete Josef Neumann (SPD). Er ist auch Vorsitzender des Landtagsausschusses „Europa und eine Welt“. Für die EU-Gegner möge es ein Sieg für einen Tag sein. Kurzfristige Erfolge werden sich nach seiner Einschätzung aber bald ins Gegenteil umkehren. Es gelte, die guten Beziehungen zum Vereinigten Königreich fortzusetzen.

Die Briten haben sich bei einer Volksabstimmung mit knapper Mehrheit für einen Austritt ihres Landes aus der EU ausgesprochen. Dieser soll innerhalb von zwei Jahren über die Bühne gehen. Die kurzfristigen Auswirkungen des Austritts auf die bergische Wirtschaft halten sich nach Einschätzung von Uwe Mensch, Diplom-Ökonom bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) Wuppertal-Solingen-Remscheid, in Grenzen. Allerdings seien einzelne Firmen stärker betroffen, weil sie stark vom Handel mit Großbritannien abhängig seien.
einem fallenden Kurs des britischen Pfundes sei damit zu rechnen, dass sich die Exporte nach Großbritannien verteuern. Langfristige Konsequenzen seien nicht abzusehen, sagte Mensch. Allein diese Unsicherheit könne Folgen haben. Seien wichtige Zukunftsfragen ungeklärt, hemme dies die Investitionsbereitschaft.

Nach Menschs Angaben ist Großbritannien der drittgrößte Exportmarkt für NRW-Unternehmen. Er geht davon aus, dass dieser Handel für Firmen im Städtedreieck rund 400 Millionen Euro im Jahr ausmacht.
Direkte Auswirkungen werden für Solingens Partnerstadt Blyth befürchtet. Grant Davey, der Chef des County Northumberland, zu dem Blyth gehört, forderte von der Regierung in London umgehend einen Plan, wie künftig die jährliche Lücke von 28 Millionen Pfund geschlossen werden soll. Diese Summe fließt direkt und indirekt aus der EU in die Region. Das meldete das Sunderland Echo am Freitag. In Northumberland wurde mit 54,11 Prozent der Brexit gewählt.
Direkte Auswirkungen werden für Solingens Partnerstadt Blyth befürchtet. Grant Davey, der Chef des County Northumberland, zu dem Blyth gehört, forderte von der Regierung in London umgehend einen Plan, wie künftig die jährliche Lücke von 28 Millionen Pfund geschlossen werden soll. Diese Summe fließt direkt und indirekt aus der EU in die Region. Das meldete das Sunderland Echo am Freitag. In Northumberland wurde mit 54,11 Prozent der Brexit gewählt.

Direkte Auswirkungen werden für Solingens Partnerstadt Blyth befürchtet. Grant Davey, der Chef des County Northumberland, zu dem Blyth gehört, forderte von der Regierung in London umgehend einen Plan, wie künftig die jährliche Lücke von 28 Millionen Pfund geschlossen werden soll. Diese Summe fließt direkt und indirekt aus der EU in die Region. Das meldete das Sunderland Echo am Freitag. In Northumberland wurde mit 54,11 Prozent der Brexit gewählt.

Von einem „historischen Tag“ sprach der Solinger Landtagsabgeordnete Josef Neumann (SPD). Er ist auch Vorsitzender des Landtagsausschusses „Europa und eine Welt“. Für die EU-Gegner möge es ein Sieg für einen Tag sein. Kurzfristige Erfolge werden sich nach seiner Einschätzung aber bald ins Gegenteil umkehren. Es gelte, die guten Beziehungen zum Vereinigten Königreich fortzusetzen.

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